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Geschrieben von handslikemine am 22.06.07 um 11.50:
Meine Karre ist ein Fascho....
...die tendiert zur Zeit beim Bremsen extremst nach RECHTS
Nachdem ich ja den HBZ gewechselt habe, weil der undicht ist zieht die Karre halt.
Meiner Meinung nach ist das entlüften aber i.O gewesen. Habs sogar 2 Mal gemacht.
Wie finde ich jetzt bitte raus woran es liegt?
Und sag bitte niemand das dieser HBZ auch im Eimer ist, dann fall ich vom Glauben ab!
Danke
*daniel*
Geschrieben von LSman am 22.06.07 um 11.57:
Moin Daniel,
einseitg ziehende Bremsen haben ihre Ursache normalerweise nicht im HBZ. Es kann ein RBZ fest oder schwergängig sein (Trommelbremsen, hier nicht untypisch) oder bei Scheibenbremsen ein Bremssattel.
Auch kann die Bremse einseitig verölt sein (RBZ oder Bremskolben im Sattel undicht).
Theoretisch kommt auch ein zugequollener Bremsschlauch in Frage, aber das kommt selten vor.
Bei Trommelbremsen hilft es oft auch (bei leichter Einseitigkeit), die Bremse einzustellen. Geht ganz einfach: Zuerst werden die Exzenterschrauben auf der Bremsankerplatte so weit angezogen, daß die Bremse schleift und dann so weit gelöst, daß das Rad so gerade frei dreht. Feddich. Das Ganze wird dann an den anderen drei Bremsen (am besten halt auch hinten, wenn man eh schon dabei ist) wiederholt.
Beste Grüße,
Rainer
Geschrieben von Yogi am 22.06.07 um 12.02:
Entlüften per Hand?
Muß nicht unbedingt funktionieren, vor allem bei neuen HBZ nicht. Da ist eigentlich Druckentlüften besser.
Ich denke auch an Bremsschlauch nicht richtig frei, Bremsscheibe nicht gut, Beläge verglast, Spur/Sturzeinstellung nicht korrekt, Reifen (Druck, Profil).
Geschrieben von Trombone am 12.07.07 um 12.04:
Habe ein ähnliches problem, allerdings in die andere Richtung;)
Hauptbremszylinder und bremsschläuche sind neu, die Bremsbeläge auf der Rückseite eingefettet und die Scheiben vorn sauber und entlüftet ist auch ....
Kann das Problem eventuell vom Bremssattel kommen? Helfen da die im Internet angebotenen Reperaturkits?
Geschrieben von LSman am 12.07.07 um 12.14:
Hallo Trombone,
es kommt bisweilen vor, daß ein Kolben im Bremssattel hängt. Hier kann ein Rep-Satz nur indirekt Abhilfe schaffen: Zuerst muß der betroffene Kolben gangbar sein, danach sollte ein Rep-Satz verwendet werden, um möglicherweise beschädigte Manschetten zu ersetzen.
Der Rep-Satz dient hier also nicht der eigentlichen Reparatur, sondern dem Verhindern möglicher Folgeschäden.
Beste Grüße,
Rainer
Geschrieben von Trombone am 12.07.07 um 12.23:
Also wär es sinvoll die Beläge mal rauszunehmen und den Kolben ein paar mal rein zu schieben um in danach wieder rauszudrücken? Gängig machen? Oder gibt es da weniger primitive Methoden?
Wie machen sich kaputte Dichtungen bemerkbar? Austretende Bremsflüssigkeit?
Geschrieben von LSman am 12.07.07 um 12.31:
Hallo Trombone,
Du kannst besser den Bremssattel ausbauen und dann die Kolben gängig machen. Defekte Manschetten erkennt man zuerst an austretender Flüssigkeit, auch an verölten Bremsen und natürlich am daraus resultierenden Schiefziehen.
Achtung, man kann sich sogar an langsam verölende Bremsen gewöhnen: Ein früherer Alltagskadett hatte bei mir mal beide Trommeln vorn feucht, die Bremswirkung verschlechterte sich, aber da es in diesem Falle wohl ein langsamer Prozeß war, habe ich mich daran gewöhnt. Gefährlich, wenn man dann mal eine plötzliche Vollbremsung hinlegen muß!
Seltsamerweise hatte das Auto noch mit leicht öligen Bremsen HU-taugliche Prüfstandswerte

, obwohl ein Blockieren aus höherem Tempo auf trockener Straße kaum noch möglich war.
Seht Euch also auch zwischendurch mal die Bremsen an und verlaßt Euch nicht immer nur auf ihr Funktionieren!
Beste Grüße,
Rainer
Geschrieben von Yogi am 12.07.07 um 13.02:
| Zitat: |
| Seltsamerweise hatte das Auto noch mit leicht öligen Bremsen HU-taugliche Prüfstandswerte , obwohl ein Blockieren aus höherem Tempo auf trockener Straße kaum noch möglich war. |
Ich mußte vor langer Zeit mal bei 140 ne Vollbremsung auf der Autobahn hinlegen, da hat nix blockiert, war wie ABS.
Und die Bremsen waren 100%ig in Ordnung.
Geschrieben von LSman am 12.07.07 um 13.12:
Hallo Yogi,
bei Trommeln rundum ist das nicht ungewöhnlich; schlecht ist die Wirkung bei ordnungsgemäßem System dennoch nicht - jedenfalls nicht, wenn man die Kadett-Bremsen mit denen des Hundeknochens oder des Käfers vergleicht.
Böse kann es aber enden, wenn eine Bremse schleichend verölt und man sich daran gewöhnt (und damit noch eine HU besteht und darum erst recht alles für gesund hält!). Daher mein Rat, auch so mal zwischendurch die Bremse durchzusehen (einfach mal runter mit den Trommeln), wenn sie auch scheinbar noch in Ordnung ist.
Beim Alltagsauto ist bei mir eh jeden Monat einmal kleine Inspektion (Ventilspiel, Zündung, Bremse und Kleinkram) unabhängig vom Kilometerintervall, bei selten gefahrenen Autos muß man sich sinnvollerweise andere Abstände suchen.
Beste Grüße,
Rainer
Geschrieben von Yogi am 12.07.07 um 14.10:
Du hast Recht, öfter mal nachsehn macht Sinn. Ob das allerdings jeden Monat sein? Wär mir zuviel Arbeit.
Allerdings glaube ich, das Trommel vorne jenseits der 120 nicht blockieren. D. h. nicht das die Bremsen schlecht sind, ich war damit gut zufrieden und werde es auch wieder sein.

Man muß sich nur daran gewöhnen und ne stramme Wade haben.
Geschrieben von Kurt am 17.07.07 um 07.23:
RE: Meine Karre ist ein Fascho....
Falsche Einstellung, steckende Radbremszylinder, zugewachsene Bremsschläuche, verölte Beläge, Spiel in den Gummibuchsen der Vorderachslenker, lockere Teile der Vorderachse, Falsch eingestellte Vorderachsgeometrie bis hin zu verzogenen Rahmenteilen, wünsche viel Glück bei der Suche
Geschrieben von handslikemine am 17.07.07 um 09.17:
Lösung ist ganz einfach! Beläge links kann man inne Tonne kloppen! Sowat von abgefahren ;)
Naja... morgen bekommter auf beiden Seiten neue Beläge und gut is...!
Geschrieben von Yogi am 17.07.07 um 10.15:

Es sind immer die einfachsten Sachen!
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