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--- Bremse zieht einseitig?!? (https://archiv.kadett-b-forum.de/thread.php?threadid=7685)
Geschrieben von orwocle am 21.05.07 um 21.57:
Bremse zieht einseitig?!?
Hallo, melde mich nun auch mal wieder mit einer bzw. zwei Fragen zu Wort.
1.) hat sich bei meiner Bremse nach 300km Autobahnfahrt die Neigung eingestellt mich in den Gegenverkehr zu ziehen.

(also nicht durch die Leitplanke sondern erst nachdem ich wieder auf der Bundesstrasse angekommen bin) Die Wirkung trat meines Erachtens nach und nach und nicht schlagartig ein. Hab momentan das Gefühl, dass wirklich nur die eine Seit zieht, das ich immer volle Kraft gegenlenken muss wenn ich bremse.

Abgesehen davon, dass ich ja sowieso mal die Buchsen bzw. die ganze VA wechseln wollte, würd ich gern wissen woran das liegen könnte die Bremse selber ist noch gar nicht soooo alt. (ca. 2 Jahre und davon erst ca. 1 Jahr gelaufen; dabei sind Scheiben, Beläge, Schläuche neu, Bremsbacken komplett überholt)
Macht sich so etwa das zuquellen des Schlauches bemerkbar? Kann es an meinen völlig ausgeschlagenen Buchsen liegen?

(aber dann müsste sich ja die Achse total verschieben) oder klemmt da „nur“ der eine Bremssattel?
2.) hab ich mal den gesamten Zündtrakt erneuert und eingestellt. War auch mal wieder nötig. Aber zu meinem Erstaunen sind jedes Mal die Ventile zu stramm!

Was soll mir das sagen? Müssten die nicht lockerer werden oder bin ich da jetzt mal wieder falsch,

hab sie eigentlich nicht vor all zu langer Zeit, glaube im März, neu eingestellt und da waren sie auch schon zu stramm und nun das gleiche noch mal??? Wie geht denn so was, wandern die Ventile etwa nach Außen?
Fragen, Fragen, wer kann mir helfen bzw. Rat geben?
Michael
Geschrieben von LSman am 21.05.07 um 22.37:
Hallo Michael,
zur Bremse: Das klingt so, als sei ein Radbremszylinder undicht geworden resp. die Bremssättel überholungsbedürftig. Zugequollene Schläuche kommen vor, aber eher selten.
Zum Ventilspiel: Es ist richtig, daß es mit der Zeit kleiner wird, was übrigens gefährlicher ist, als wenn es umgekehrt wäre. Daher: Regelmäßig kontrollieren ist am besten.
Beste Grüße,
Rainer
Geschrieben von zisch98 am 21.05.07 um 22.40:
hallo micha!zum punkt 1 würde ich auf einen festen bremssattelkolben oder einen zugeQuollenen bremsschlauch tippen.zum punkt 2 würde ich behaupten,du fährst ohne bleiersatz viel vollast.viele grüsse!ps:ich hoffe man sieht sich mal wieder...
Geschrieben von Yogi am 21.05.07 um 22.41:
zu 1.) zugequollene Bremsschläuche können schon sein. Und wenn da kein Druck mehr durchgeht, kann auch der Bremssattel nix mehr machen. Aber wenn Du die Schläuche schon gemacht hast kann das eigentlich nicht sein.
zu 2.) Eigentlich sollten das Ventilspiel größer werden. Mir fällt dazu eigentlich nur ein, das sich die Ventile durch den Sitz im Kopf arbeiten. Das kann man in Grunde nur prüfen bei ausgebauten Ventilen. : (
Ist aber alles nur ne Vermutung.
Geschrieben von zisch98 am 21.05.07 um 22.58:
hallo!wo wir gerade beim thema sind...ein bekannter von mir hatte sich auch neue reprobremsschläuche für seinen rekord p1 gekauft.nach rund 10 monaten war ein bremsschlauch schon wieder zugeQuollen..wir haben damals den schlauch wieder erneuert und seitdem ist ruhe.viele grüsse!
Geschrieben von Kadetti am 22.05.07 um 06.12:
zu 1: bei mir war es der hauptbremszylinder. nach einabu eines rep.-satzes war die sache nach hundertmal durchblasen, schläuche tauschen, bremsen zerlegen und den üblichen käse, erledigt.
gruss heiko
Geschrieben von Schrägheck am 22.05.07 um 06.22:
Moin orwocle (Michael),
das mit der Bremse habe ich auch zwischendurch mal ganz leicht.(Scheibenbremse)
Ich habe noch nicht herausgefunden, woran es liegt. (mögl. aber, da nur ein Sattel ein überholter ist)
Zunächst würde ich an deiner Stelle, da wie du schriebst "2 Jahre alt und nur 1 Jahr davon gelaufen" davon ausgehen, dass ein Bremskolben im Sattel festgegangen ist.
Bei längerer Standzeit bildet sich schnell Rost an der Lauffläche vor der Dichtung. (unter der Manschette)
Du kannst erstmal die Kolben auf der betreffenden Seite mehrfach zurückdrücken und per Pedal wieder an die Scheibe bringen.
Das macht den Kolben erstmal wieder gängig.
Dass der Fehler erst nach längerer Fahrt aufgetreten ist, liegt möglicherweise daran, dass der Belag auf der defekten Kolbenseite jetz so weit abgenutzt ist, dass das Spiel des Radlagers jetzt nicht mehr ausreicht, die Scheibe an den Belag zu drücken.
Bei den Schläuchen ist ein Zuquellen möglich, bei Markenschläuchen aber eher unwahrscheinlich. (in 2 Jahren, sonst durchaus häufiger bei alten Schläuchen)
Du merkst das deutlich beim Zurückdrücken der Bremskolben/ Beläge.
Die Kolben schieben sich gegenseitig hin und her und lassen sich nicht beide richtig zurückdrücken.
Das mit dem Ventilspiel habe ich auch, allerdings nur auf dem 4. Zylinder.
(Autobahn mit dauerndem Vollgas)
Dort sind die Ventile sichtbar eingeschlagen.
(habe ich neulich bem Wechsel der Kopfdichtung gesehen)
Das kann am Bleifrei Sprit liegen.
Zusätzlich dazu scheinen die Sitze der Ventile Motorabhängig (S-Motor wohl besser) unterschiedlich gut gehärtet zu sein. (Ventile unterscheiden sichl auch, habe ich selbst auf eine ähnl. Frage hier erfahren)
Bleiersatz scheint ein kleines Bisschen zu helfen. (kann aber auch Einbildung sein)
Normalerweise kenne ich es nur, dass das Ventilspiel grösser wird. (Verschleiss Der Kipphebel, Stössel, Ventilschaft hinten und Kipphebelmutter)
Bei zu geringem Ventilspiel können die Ventile verbrennen oder abreissen.
Gruss, Jens
Geschrieben von Kurt am 22.05.07 um 07.09:
RE: Bremse zieht einseitig?!?
Die Bremsen können auch nach längerer Standzeit hängen bleiben auch wenn sie neu sind.
Wenn die Buchsen allerdings stark ausgeschlagen sind führt das auch zu diesem Effekt des "ziehens".
Bei den Ventilen würd ich sagen wie schon von einem Kollegen erwähnt das sich die Ventilsitze einarbeiten. Ich hoffe du fährst schön brav mit Bleifreizusatz?
Geschrieben von orwocle am 22.05.07 um 22.56:
uijuijuijuijui
hab heute noch mal alles durchgesehen, mich unters auto gelegt die komplette bremse analysierund überall wo es möglich war gewackelt. nix gefunden, kolben sind nicht fest, schläuche sehen von aussen auch noch super aus (was ja nichts heissen soll). naja was soll ich sagen ich hab mich wohl auf die falsche seite konzentriert...

so ist es eben - hab den fehler natürlich vor allem auf der seite gesucht, wo die bremse vermutlich nicht zog. tja war jawohl die falsche fährte.
als ich dem komischen geräuschen nachgegangen bin, die beim betätigen der bremse und gleichzeitigem bewegen der Lenkung entstanden sind, bin ich auf das grosse unglück gestoßen
das geräusch was mir als sich langsam verabschiedende lager erklärt worden war, kam zwar aus der richtung - und die sind ja evtl auch daran beteiligt, es war aber viel, viel schlimmer!!!!
der achskörper ist nämlich ein wenig angerostet, leider ein wenig zuviel, er ist nähmlich schon zu 2/3 durchgebrochen!!!

so in der gegend vom oberen querlenker, desshalb hab ichs auch nicht sofort bemerkt. man kann ja auch selten unterm auto ausschau halten und gleichzeitig oben lenkung und bremse gleichzeitig bedienen :finger:
ehrlich gesagt hätte ich damit auch gar nicht gerechnet.
ein gutes hat die sache ja, die bremse war dann doch nicht die ursache und ist wohl nun auch nicht defekt :finger:
mal sehn, wie ich das jetzt wieder geflickt bekomme. ne achse hab ich ja rumliegen, aber eben in 300 km entfernung. :finger:
wie dumm, wie dumm. passiert sowas eigentlich öfter? ist zumindest mir noch nicht untergekommen

: ( : ( : (
also dann danke für eure hinweise - auch wenn es diesmal nicht mein problem gelöst hat, das nächste mal hilfts bestimmt weiter!
gruss michael
Geschrieben von LSman am 22.05.07 um 23.58:
Hallo Michael,
gehört habe ich das mit dem durchgerosteten Achskörper schon gelegentlich, aber bei meinen bisherigen Kadett Bs (56 Stück + x Schlachtwagen) habe ich es noch nicht selbst gesehen. Es dürfte also eher selten passieren.
Beste Grüße,
Rainer
Geschrieben von Kurt am 23.05.07 um 10.56:

Auf jeden Fall keinen Meter mehr fahren in diesem Zustand!!!
Geschrieben von trausti am 23.05.07 um 12.05:
durchgerosteter Achskörper (oberer Querlenker)
Hallo,
ein durchgerosteter Achskörper war für uns fast das Ende der Kadett-Fahrerei vor 20 Jahren: Auf einer kurvigen Straße im Bayerischen Wald brach die obere Aufhängung teilweise durch (wenige Tage vor eine Griechenland- Urlaub mit diesem zum "Wohnmobil" umgebauten Auto). Zum Glück ohne Unfall, obwohl die Leitplanke drohte! Der ADAC hat uns nach München zurückgeschlepptaber nur unter der Bedingung, dass das Fahrzeug (Zeitwert nahezu 0,00 DM) nachweislich wieder fahrbereit gemacht wird, ansonsten wären ca 250 DM Abschleppgebühren fällig gewesen.
Folglich wurde der Kadett aus Kostengründen nicht entsorgt, sondern auf die Schnelle mit einer gebrauchten Achse repariert. Diese war damals in München kaum mehr aufzutreiben.
Danach wurde der Kadett weitere 3 Jahre (bis 1990) täglich genutzt und erst mit 23 Jahren "verdient" und ziemlich marode dem Schrottplatz übereignet.
Christian
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